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American Staffordshire Terrier vs. American Pit Bull Terrier

American Staffordshire Terrier
American Staffordshire Terrier
Terrier · Mittel
VS
American Pit Bull Terrier
American Pit Bull Terrier
Terrier · Mittel

📊 Direkter Vergleich

18-32 kg
Gewicht
14-29 kg
43-48 cm
Schulterhöhe
43-53 cm
12-16 Jahre
Lebenserwartung
12-16 Jahre
1.000-2.500 €
Anschaffungspreis
1.000-2.500 €
850-1.450 €
Jährliche Kosten
800-1.350 €

⭐ Bewertungen im Vergleich

⚡ Energielevel
4 : 4
🧹 Haarausfall
2 : 2
✂️ Pflegebedarf
1 : 1
👶 Kinderfreundlich
4 : 4
🏢 Wohnungsgeeignet
2 : 2
🛡️ Wachhund
4 : 4
🎓 Trainierbarkeit
4 : 4

🔍 Was die beiden wirklich unterscheidet

In unseren Bewertungen schneiden beide identisch ab, und auch rechtlich behandelt Deutschland sie gleich: Die Einfuhr beider Rassen ist verboten, und elf Bundesländer führen beide als Listenhunde. Gemeinsam ist auch die Herkunft: Beide stammen von den Bull-and-Terrier-Kampfhunden aus dem England des 19. Jahrhunderts ab, die in die USA kamen. Der United Kennel Club (UKC) vergab 1898 seine Registriernummer 1 an einen American Pit Bull Terrier (APBT). Der American Kennel Club (AKC) nahm 1936 einen Teil derselben Hunde als Staffordshire Terrier auf, nachdem die Züchter zugesagt hatten, sie nicht kämpfen zu lassen; 1972 hieß die Rasse dann American Staffordshire Terrier. Den APBT erkennt der AKC bis heute nicht an, die FCI, zu der der VDH gehört, nur den AmStaff. AmStaff-Züchter achteten auf ein einheitliches Ausstellungsbild, APBT-Züchter auf Leistung. „Pitbull“ ist zudem ein Sammelbegriff, mit dem Tierheime und Gesetze einen Typ meinen, zu dem auch AmStaffs, Staffordshire Bullterrier und Mischlinge zählen können. So unterscheidest du die beiden Rassen:

  • Körperbau. Der AmStaff soll laut FCI-Standard „untersetzt und gedrungen“ sein, „nicht langbeinig oder leicht gebaut“. Der UKC will einen kräftigen APBT, der nie „massig oder muskelbepackt“, aber auch nicht leicht und schlaksig aussieht; viele Pitbulls sind schlanker und hochbeiniger.
  • Kopf. AmStaff: breiter Schädel, sehr ausgeprägte Backenmuskeln, deutlicher Stopp, ausschließlich schwarzer Nasenschwamm. APBT: von vorn ein breiter, stumpfer Keil, die Nase darf jede Farbe haben.
  • Farben. Beim AmStaff ist jede Farbe erlaubt, unerwünscht sind Leberbraun, Schwarz mit Loh und mehr als 80 % Weiß. Beim APBT ist jede Farbe erlaubt außer Merle.
  • Größe. Der AmStaff-Standard ist eng gefasst: 43-48 cm Widerristhöhe. Der APBT schwankt stärker: Der UKC nennt für APBT-Rüden 16-27 kg, für Hündinnen 14-23 kg.
  • Charakter. Auf dem Papier gleich: selbstbewusst und menschenbezogen. Das eigentliche Thema ist bei beiden der Umgang mit anderen Hunden. Der UKC-Standard schreibt offen, dass die meisten APBTs eine gewisse Aggression gegen Artgenossen zeigen und gründliche Sozialisierung brauchen; Aggression gegen Menschen ist dagegen untypisch und höchst unerwünscht.

Der amerikanische Rasseklub empfiehlt für Zucht-AmStaffs eine HD-Auswertung, eine Herzuntersuchung beim Kardiologen, einen Schilddrüsentest sowie Gentests auf NCL-A (eine Kleinhirnataxie) und ALPP (eine Kehlkopflähmung junger Hunde); Augen und Ellbogen sind optional. Für den APBT gibt es keine solche Liste, frag also nach denselben Befunden. Staffordshire-Rassen gehören außerdem zu den Hunden mit erhöhtem Risiko für atopische Dermatitis, eine juckende Hautallergie.

Nach § 2 des Hundeverbringungs- und -einfuhrbeschränkungsgesetzes dürfen Pitbull-Terrier und American Staffordshire Terrier samt Kreuzungen nicht nach Deutschland gebracht werden. Ausnahmen gelten nur in engen Fällen, etwa für Besucher ohne Wohnsitz in Deutschland, die höchstens vier Wochen bleiben, und für Hunde, die hier schon berechtigt gehalten werden und von einer Reise zurückkehren. Elf Bundesländer führen beide auf ihrer Rasseliste: Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen und Sachsen-Anhalt. In Bayern wird bei beiden die Kampfhundeeigenschaft „stets vermutet“. Die Auflagen unterscheiden sich: In Nordrhein-Westfalen brauchst du eine Erlaubnis mit Sachkundenachweis und Führungszeugnis, dazu gelten Leinen- und Maulkorbpflicht; in Sachsen-Anhalt musst du einen bestandenen Wesenstest vorlegen. Keine Rasseliste haben Niedersachsen, Schleswig-Holstein (seit 2016), Thüringen (seit 2018), Mecklenburg-Vorpommern (seit 2022) und Brandenburg (seit 2024); dort zählt das Verhalten des einzelnen Hundes. Die Hundesteuer legt die Gemeinde fest; für Listenhunde kann sie deutlich höher sein: Das VG Koblenz billigte 2011 für einen AmStaff 600 Euro im Jahr. Im Urlaub: Dänemark verbietet beide Rassen, auch für Touristen.

Wer in Deutschland einen Rassehund mit FCI-Papieren aus kontrollierter Zucht möchte, für den kommt nur der AmStaff infrage. Den APBT wählst du eher, wenn du einen bestimmten Hund übernimmst, etwa aus dem Tierschutz. Bei beiden gilt: Prüfe vorher die Regeln deines Bundeslands und deiner Gemeinde sowie deinen Mietvertrag.

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