← Alle Rassen
Bernedoodle

Bernedoodle

Anhänglich · Verspielt · Sanft

Hybridhund Groß Hypoallergen
📏 Größe
Groß
⚖️ Gewicht
27-45 kg
📐 Schulterhöhe
58-74 cm
💗 Lebenserwartung
12-15 Jahre
🏷️ Gruppe
Hybridhund
💵 Jährliche Kosten
2.200-3.550 €

Rassebewertungen

⚡ Energielevel
🧹 Haarausfall
✂️ Pflegebedarf
👶 Kinderfreundlich
🏢 Wohnungsgeeignet
🛡️ Wachhund
🎓 Trainierbarkeit

Kosten für einen Bernedoodle

💵 Anschaffungspreis
1.500-3.500 €
📅 Jährliche Kosten
2.200-3.550 €

✅ Ideal für

Familien Kinder Kaltes Klima Leichte Allergien

❌ Nicht ideal für

Wohnungen Wenig Zeit für Fellpflege Kleines Budget

Rasseporträt: Bernedoodle

Herkunft und Geschichte

Der Bernedoodle ist eine Kreuzung aus Berner Sennenhund und Pudel. Gezielt gezüchtet wird er seit 2003, als die kanadische Züchterin Sherry Rupke (SwissRidge Kennels, Ontario) nach einigen Jahren mit Goldendoodles die ersten Würfe plante. Ihr Ziel: das gutmütige Wesen des Berners, aber ein längeres Leben und ein Fell, das weniger haart.

Wichtig für Käufer in Deutschland: Der Bernedoodle ist keine anerkannte Rasse. Die FCI kennt ihn nicht, es gibt also keine VDH-Züchter, keine Ahnentafel und keinen Rassestandard, und niemand kontrolliert die Gesundheitsuntersuchungen der Elterntiere. Züchter bezeichnen ihre Würfe nach Generation: F1 ist halb Berner, halb Pudel, F1b ein F1 zurückgekreuzt auf Pudel (etwa 75 % Pudel), F2 und Folgegenerationen sind Bernedoodle mal Bernedoodle. Die Generation bestimmt Fell und Größe stärker als jeder Werbetext.

Wesen und Charakter

Die meisten Bernedoodles erben die menschenbezogene, weiche Art des Berners und die schnelle Auffassung des Pudels. Im Alltag heißt das: ein Hund, der einem von Raum zu Raum folgt, sich mit seinem ganzen Gewicht an die Beine lehnt und bei allem dabei sein will. Bellen ist meist kein großes Thema, ein Wachhund ist er nicht.

Was Halter erleben:

  • Starke Bindung. Viele kommen schlecht damit zurecht, lange allein zu sein, und reagieren mit Jaulen oder Zerstörung.
  • Lange Flegelzeit. Ein Standard-Bernedoodle bleibt bis ins zweite Jahr hinein ein sehr großes Kleinkind.
  • Sensibilität. Auf Härte reagiert er mit Rückzug, auf ruhige Konsequenz sehr gut.
  • Meist freundlich zu Kindern, anderen Hunden und Katzen, wenn er mit ihnen aufwächst. Ein junger 30-kg-Hund rennt kleine Kinder aber auch versehentlich um.

Weil zwei sehr unterschiedliche Rassen gemischt werden, streuen die Welpen stark: Der eine kommt nach dem ruhigen, etwas sturen Berner, der andere nach dem wachen, beweglichen Pudel. Laut SwissRidge sind Mini- und Tiny-Bernedoodles meist etwas temperamentvoller als die Standardgröße.

Größe und Aussehen

Die Größe hängt davon ab, welcher Pudel verpaart wurde. Es gibt keinen Standard, die Werte sind übliche Spannen aus tierärztlich geprüften Quellen und Züchterangaben.

GrößeGewichtWiderristhöheLebenserwartung (Schätzung)
Standard27-45 kg58-74 cm12-15 Jahre
Mini9-20 kg46-56 cm14-16 Jahre
Tiny / Toyunter 9 kg30-43 cmbis 18 Jahre

Das Fell reicht von glatt über gewellt bis stark gelockt. Klassisch ist die Berner-Dreifarbigkeit (schwarz, weiß, rostbraun), daneben gibt es schwarz-weiß, einfarbig schwarz, sable und merle.

Bewegung und Alltag

Ein Standard-Bernedoodle braucht mindestens zwei richtige Spaziergänge am Tag, dazu Spiel und Kopfarbeit wie Suchspiele oder Schnüffelteppich. Ein Ausdauersportler ist er nicht, eher ein Hund für lange, gemütliche Touren und Familienausflüge.

Für eine kleine Etagenwohnung ohne Aufzug ist die Standardgröße ungeeignet, schon wegen der Treppen im Welpen- und im Seniorenalter. Ein Mini oder Tiny kommt in der Wohnung zurecht, wenn er täglich genug draußen ist. Das dichte Fell macht vielen im Sommer zu schaffen: früh morgens und spät abends gehen. Wer acht bis zehn Stunden außer Haus ist, sollte sich einen anderen Hund suchen.

Erziehung

Bernedoodles lernen schnell und arbeiten gern für Futter, viele haben aber den typischen Berner-Dickkopf: Sie verstehen das Signal und entscheiden dann, ob es sich lohnt. Kurze, fröhliche Einheiten bringen mehr als lange Wiederholungen.

  • Leinenführigkeit von Anfang an üben. Ein 35-kg-Hund, der zieht, ist anstrengend.
  • Hochspringen abgewöhnen, bevor der Hund groß genug ist, Menschen umzustoßen.
  • Alleinbleiben schon im Welpenalter in kleinen Schritten aufbauen.
  • Eine gute Hundeschule mit positiver Verstärkung ist sinnvoll angelegtes Geld.
💡 Tipp: Gewöhne den Welpen ab der ersten Woche ans Bürsten, Kämmen und Anfassen von Pfoten und Ohren. Die Fellpflege begleitet dich ein Hundeleben lang.

Pflege

Hier liegt der größte Aufwand. Gewelltes und lockiges Fell haart wenig, verfilzt aber schnell, vor allem hinter den Ohren, unter dem Halsband, in den Achseln und an den Beinen. Rechne mit gründlichem Bürsten bis auf die Haut mehrmals pro Woche und einem Termin beim Hundefriseur alle 6 bis 8 Wochen. Glatthaarige Bernedoodles haaren deutlich.

📌 Wichtig: Es gibt keinen wirklich allergiefreien Hund. Allergiker sollten vor dem Kauf Zeit mit den Elterntieren und erwachsenen Hunden aus derselben Zucht verbringen. Ein F1b-Wurf oder Lockenfell ist die bessere Wahl als ein glatthaariger F1.

Gesundheit

Das größere Risiko bringt der Berner mit. Eine Schweizer Studie mit 389 Berner Sennenhunden ergab eine mittlere Lebensdauer von 8,4 Jahren, Tumorerkrankungen waren für 58 % der Todesfälle verantwortlich, bekannt ist vor allem das histiozytäre Sarkom. Der Pudel steuert eigene Risiken bei, darunter Morbus Addison, Talgdrüsenentzündung (Sebadenitis) und beim Großpudel die Magendrehung.

Die Kreuzung hebt das nicht auf. Eine Studie des Royal Veterinary College von 2024 zu Cockapoo, Labradoodle und Cavapoo fand bei 86,6 % der verglichenen Erkrankungen kein anderes Risiko als bei den Elternrassen. Bernedoodles waren nicht dabei, und für sie gibt es keine veröffentlichte Lebensdauerstudie: Die Angaben oben sind Schätzungen, keine Messwerte. Typische Probleme:

  • Hüft- und Ellbogendysplasie (HD, ED)
  • Krebs, auch histiozytäres Sarkom
  • Degenerative Myelopathie und von-Willebrand-Krankheit (beide Elternrassen können Träger sein)
  • Progressive Retinaatrophie und andere erbliche Augenerkrankungen
  • Magendrehung bei großen Hunden
  • Allergien und Hautprobleme

Lass dir für beide Eltern zeigen: HD- und ED-Röntgenauswertung, eine aktuelle Augenuntersuchung durch einen spezialisierten Tierarzt (DOK), eine Herzuntersuchung sowie Gentests auf degenerative Myelopathie und von Willebrand. Beim Pudel zusätzlich den Gentest auf NEwS.

Kosten

Ein Welpe von einem seriösen Züchter kostet in Deutschland meist 1.500 bis 3.500 €. Deutlich günstigere Angebote stammen oft von Vermehrern ohne Gesundheitstests. Laufend kommen hinzu: Futter, Tierarzt, der regelmäßige Hundefriseur, Hundesteuer (z. B. 120 € im Jahr in Berlin, 100 € in München, je nach Gemeinde) und die Hundehaftpflicht, die in mehreren Bundesländern wie Berlin, Hamburg und Niedersachsen Pflicht ist. Eine OP- oder Krankenversicherung ist bei einem großen Hund mit diesem Erbgut empfehlenswert.

Für wen er passt und für wen nicht

Passt zu:

  • Familien, die einen großen, sanften Begleiter suchen und viel zu Hause sind
  • Leicht allergischen Menschen, die Lockenfell oder F1b wählen und die Hunde vorher kennenlernen
  • Haltern, die gern bürsten und den Friseur einplanen

Passt nicht zu:

  • Kleinen Wohnungen ohne Aufzug (Standardgröße) und sehr heißen Wohnlagen
  • Menschen, die einen pflegeleichten oder günstigen Hund wollen
  • Haushalten, in denen der Hund den ganzen Tag allein wäre

Wer Ähnliches mit etwas mehr Vorhersagbarkeit sucht, sollte sich den Goldendoodle, den Labradoodle oder den Großen Schweizer Sennenhund ansehen.

🏠
Wie ist der Alltag mit einem Bernedoodle?
Routine, Pflege, Budget fürs erste Jahr - das ehrliche Bild.
→

🐕 Ähnliche Rassen

Goldendoodle
Goldendoodle
Mittel
Labradoodle
Labradoodle
Mittel
Afghanischer Windhund
Afghanischer Windhund
Groß
Irish Water Spaniel
Irish Water Spaniel
Groß

Bernedoodle: Gewichtstabelle und Wachstumskurve

Wie groß wird diese Rasse? Das Endgewicht liegt bei 27-45 kg, ausgewachsen ist die Rasse meist mit rund 24 Monaten. Die Kurve zeigt, welches Gewicht unterwegs zu erwarten ist.

11.3 22.7 34 45.4 0m 3m 6m 9m 12m 15m 18m 21m
AlterErwartetes Gewicht
2 Monate4-7 kg
3 Monate7,5-13 kg
4 Monate11-19 kg
5 Monate14-23 kg
6 Monate16-27 kg
8 Monate20-33 kg
10 Monate22-37 kg
12 Monate24-40 kg
15 Monate25-42 kg
18 Monate26-44 kg
24 Monate27-45 kg

Typischer Bereich für einen gesunden Welpen. Einzelne Hunde können darüber oder darunter liegen.

Eigenen Welpen prüfen →

Bernedoodle Fotos

Bernedoodle
Bernedoodle
Bernedoodle
Bernedoodle
📷 Photo credits - Wikimedia Commons (5 photos)

Bernedoodle - Häufig gestellte Fragen

Wie groß wird ein Bernedoodle? +

Der Bernedoodle ist eine große Rasse mit einer Schulterhöhe von 58-74 cm und einem Gewicht von 27-45 kg.

Bernedoodle: Wie viel wiegt ein Welpe mit 6 Monaten? +

Mit 6 Monaten wiegt ein Welpe dieser Rasse meist 16-27 kg. Ausgewachsen, mit rund 24 Monaten, sind es 27-45 kg.

Wie alt wird ein Bernedoodle? +

Die durchschnittliche Lebenserwartung eines Bernedoodle liegt bei 12-15 Jahre.

Was kostet ein Bernedoodle? +

Ein Bernedoodle-Welpe kostet etwa 1.500-3.500 €, dazu kommen rund 2.200-3.550 € pro Jahr für Futter, Tierarzt, Pflege und Zubehör.

Ist der Bernedoodle hypoallergen? +

Ja - der Bernedoodle gilt als hypoallergen und haart sehr wenig, was ihn zu einer guten Wahl für leichte Hundeallergiker macht.

Ist der Bernedoodle kinderfreundlich? +

Ja - der Bernedoodle ist bekannt für seine Sanftheit und Geduld mit Kindern und eignet sich hervorragend als Familienhund.

Eignet sich der Bernedoodle für eine Wohnung? +

Nein - der Bernedoodle braucht Platz und Bewegung, die eine Wohnung selten bietet. Ein Haus mit Garten ist stark empfohlen.

Ist der Bernedoodle leicht zu erziehen? +

Ja - der Bernedoodle ist sehr gut erziehbar, will gefallen und lernt schnell. Gute Wahl für Anfänger.

🐾

Passt Bernedoodle zu dir?

Mach unser 10-Fragen-Quiz und finde deine Top 5 Rassen.

Quiz starten →